Gedankenexperiment: Was wäre wenn ich mich verwandeln würde?
Was ich denken würde:
Wer bin ich? Was bin ich? Warum habe ich mich verwandelt? Wie kann ich die Verwandlung rückgängig machen? Wie wird meine Umwelt reagieren?/Bin ich der Einzige der mich so wahrnimmt?
Was ich tun würde:
Sich einschließen? Dafür spräche, dass man sich zunächst über sich selbst und seine Fähigkeiten vergewissern kann, bevor man sich zeigt und man die Kontrolle darüber behält, wie und wann man sich zeigt.
Alternativ dazu könnte man auch schnellstmöglich Hilfe holen.
Das Motiv der Verwandlung
In der Mythologie und in Märchen ist das Motiv der Verwandlung schon einige Male vorgekommen jedoch mit zum Teil völlig unterschiedlichen Hintergründen.
Daphne und Apollo
Daphne wird von ihrem eigenen Vater in einen Lorbeerbaum verwandelt, da sie sich sonst auf Apollo einlassen würde. Sie wird also „zum Schutz vor ihr selber“ verwandelt, da sie sich ein Leben als Jungfrau gewünscht hat.
Actaeon und Diana
Nachdem Actaeon die Göttin Diana nackt gesehen hat, wird er für seine „Sünde“ bestraft, indem er in einen Hirsch verwandelt wird. Daraufhin wird er von seinen eigenen Hunden getötet, weil sie ihn nun als Beute ansehen.
Die sieben Raben
In seiner Wut über seine eigenen Söhne wünschte er sich sie würden sich in Raben verwandeln. Zu seinem Leidwesen, geht sein Wunsch in Erfüllung. Erst viele Jahre später kann der Fluch gelöst werden und die Raben werden wieder zu den Menschen die sie vorher waren.

Im gegensatz zu diesen Verwandlungen, wird bei Kafkas Verwandlung nie aufgeklärt warum die Hauptperson verwandelt wurde. Dies macht Kafkas Erzählung zu einer Innovaton.

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