Der Boxeraufstand

China um 1900

Boxersoldaten

Hintergrund

Hass gegen die Ausländer breitete sich aus. Im Frühjahr/Sommer 1900 explodierte

er über Nordchina im Aufstand der Yihequan, der „in Rechtschaffenheit Vereinten

Boxer“. Hatte bisher die Regierung in einigen Fällen militärischen Widerstand

gegen die imperialistischen Mächte geleistet, so erhoben sich nun die Massen des

Volkes in einem spontanen Aufstand gegen die Fremden. Ein chinesischer

Beobachter schilderte das Einströmen der Boxer in Peking im Juni 1900, wobei er

wohl auch idealisiert hat: „Zehntausende von Boxern sind aus allen Richtungen in

den letzten Tagen gekommen. Die meisten sind einfaches Landvolk. Sie haben

weder Führer noch wirksame Waffen. Sie kommen für ihre Reisekosten selbst auf

und leben von Hirse und Mais. Weder Ruhm noch Geld suchend, kämpfen sie

ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben und sind bereit, sich auf dem Schlachtfeld zu

opfern. Sie strömen hier zusammen, ohne sich verabredet zu haben, aber alle in

dieser riesigen Menge sind eines Sinnes. Sie wollen nur Ausländer und Christen

töten, und sie tun einfachen Leuten kein Leid an. Es scheint wirklich, dass sie für

Rechtschaffenheit kämpfen.“

Ausschlaggebende Gründe

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