Gregor Samsa als Perspektivfigur – Die Erzählweise untersuchen (06.03.2015)

Anfang der Erzählung (S.5, Z.1-S.6, Z.5)

  • -personaler Erzähler
  • -Abgrenzung zwischen Personaler & Auktorialer Erzähler sehr eng zusammen
  • -Gedankenrede Gregors (S.1, Z.11 & Z.25-26) Ich-Erzähler

Tafelbild:

  • Personaler Erzähler ( Mischung aus Nähe und Distanz)
  • Ich Erzähler: Gregors Gedanken (z.B. „…“ , Figurenrede, innerer Monolog (ich From, Präsens)
  • Er-Erzähler: Gefühle, Erfahrungen & Wahrnehmungen
  • Gregor ist:                   Erfahrende – Figur - Erinnernde

Untersuchen des Romananfangs:

S.1 Z.16: Zusätzliche Information: untypisch für Personalen Erzähler, eigentlich Wissen                   eines auktorialen Erzähler

S.1 Z.25: „man"

  1. könnte die Wahrnehmung von jedem sein.
  2. verallgemeinert

Mehr Nähe als Distanz: Nähe ist melancholisch

S.1 Z.13/14: kommentiert & beschreibt selbst durch Sinneseindrücke

S.1 Z.18: erfreut es zuhören

Fazit: Alle Textstellen sind Grenzfälle hin zum auktorialen Erzähler.

Untersuchen genannter Textstellen:

S.30, Z.8-26 Gregor hört die Worte seines Vaters

- was gerade passiert verarbeitet Gregor mit dem bereits geschehenden

S.36 Mutter & Schwester

Z.34 „….offenbar führte…“      - das "offenbar" wäre bei einem auktorialen Erzähler weg.

– Gregor vermutet es, auf Grundlage des Wissens über die Figuren

Wahrnehmung & Erfahrung

Wahrnehmung: Gregor hört die Mutter & Erfahrung:Schwester checkt die Lage

S.38, Z.34/35 Gregors Empfindung

Z.4f  "Er hätte sie krank machen können"

- aus Gregors Perspektive Ebenfalls Zusammenspiel aus Wahrnehmung & Erfahrung

S.42 Z.9

Wie er sich an den Vater erinnert & wie er den Vater jetzt sieht

Rückblende & Vergleich und die Nähe kommt zum Ausdruck.

Fazit: Weiterhin Personaler Erzähler, sehr nahe am auktorialen Erzähler. Die Perspektive die Gregor wahrgenommen hat und dessen wie er seine Familie erlebt hat, kann er sich denken wie es weiter geht.

  • Irritierend für den Leser
  • Ähnliche Irritation wie Gregor auf Grund seiner Verwandlung
  • Keine 1:1 Identifikation

Stellungnahme:  Durch geht Gregor einen Erkenntnisprozess ?

Anfangs: Gregor ist der Ansicht die Verwandlung zu einem Käfer sein nur eine Phase

Dann: findet er sich ab, ist sich über seine Situation bewusst & versucht damit klar zukommen.

Ist es seine eigene Erkenntnis oder eine Reaktion darauf das seine Familie sagt Gregor muss weg? -Diese Frage wird oft diskutiert, aber eine eindeutige Antwort gibt es nicht.

Keine Innere Entwicklung!

Es findet nur eine Entwicklung hinsichtlich Bewegung als Käfer, Nahrung etc. und Veränderungen in sozialen Situationen, z.B. Rückzug.

Comment Stream

2 years ago
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Hallo Lisa,
bitte ein paar Änderungen vornehmen:
- im ersten Unterpunkt bitte das "Er" vor Erzähler streichen (wir hatten ja bestimmt, dass es einen Wechsel von Er- und Ich-Erzähler gibt);
- beim Tafelbild gehört die Angabe "Ich-Form, Präsens" zu "Innerer Monolog" (in Abgrenzung zu Er-/Sie-Form, Präteritum bei Erlebter Rede)

2 years ago
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Hallo Lisa,
nochmal ich ...
Bitte noch den Zusatz "erlebte Rede: Er-/Sie-Form, Prätertitum" beim Tafelbild streichen oder hinter den Unterpunkt davor nach der Definition des Inneren Monolog mit einem Ungleichheitszeichen setzen. Danke!