"T'ai-p'ing-Aufstand"  1850-1864

Wie ist es zu diesem Aufstand gekommen?

Mitte des 19. Jahrhunderts musste die Regierung Chinas mit vielen Problemen kämpfen. In der Bevölkerung herrschte eine grosse Unzufriedenheit, unter anderem durch verschiedene Naturkatastrophen und Hungersnöte.
Durch diese Unzufriedenheiten, kam auch der Wunsch nach einer Veränderung in der Bevölkerung auf.


Der Führer der Taiping Revolution war, aus einer Kleinbauerfamilie stammende, Hong Xiuquan(1814-64). Dieser brach durch die psychische Belastung, da er zum dritten Mal im shengyuan-Examen scheiterte, zusammen und halluzinierte eine Begegnung mit Gott. Von diesem Moment an war er der Überzeugung, dass er der Sohn Gottes sei. Ihm wurde beauftragt, die Dämonen der Welt zu besiegen und sie zur richtigen Religion zurück zu führen. Das wäre der Beginn des Zeitalters des "Grossen Friedens" (tai-ping).

Er gründete daraufhin eine Gemeinschaft mit den ersten Hakka-Dörfern, welche sich durch denn Anschluss dieser Revolution eine Verbesserung ihrer Lage erhofften. Er wollte seine Macht ausdehnen und die Mandschu-Fremdherrschaft stürzen, somit könnte er ein chinesisches-christliches Reich gründen und den Grossen Frieden erreichen. In diesem Reich sollen alle gleichgestellt sein und niemand hätte mehr privates Eigentum.

Nach den ersten Siegen schlossen sich immer mehr Gottesverehrer an und die Sekte wuchs stark an. Hong wurde zum Himmelskönig des Grossen Friedens ernannt.

Erst nach 10 Jahren und 20 Millionen Toten wurden sie mithilfe der Unterstützung der Gentry Provinzarmee, restlichen Bevölkerung und den Europäern vernichtend zerschlagen.

Wieso Unterstützten die Gentry, die Europäer und die restliche Bevölkerung der Regierung?

  • Ware dies ein normaler Bauernaufstand und nicht eine Sozialrevolution gewesen, hatte sich die Gentry nicht mit der Auflösung der konfuzianischen Ordnung bedroht gefühlt.
  • Die Europäer bangten um die Sicherheit des Handels mit China und unterstütze darum die Bekämpfung der Taiping Revolution
  • Der restliche Teil der Bevölkerung wollte keine Änderung der konfuzianischen Ordnung.

Warum kam China nicht alleine gegen die Taiping Gefahr an?

"Am Hof kennt man nichts anderes, als von seiner eigenen Wichtigkeit überzeugt zu sein und die Augen demgegenüber zu verschliessen, was in der ganzen Welt vor sich geht. Alle angesehenen und bekannten Beamten sind hinterlistige Schmeichler. Ihre eigenen Interessen stellen sie über alles und sind nur auf Bestechungsgelder aus. Ein grosser Teil der Regierungsbeamten sind opiumsüchtig."

Zit. nach:Fan Wän-lan, Neue Geschichte Chinas, Berlin(DDR, Dt. Verlag der Wissenschaften) 1959, S.18f.

Dieses Zitat zeigt, wieso die Taiping Gesellschaft die kaiserlichen Truppen und konfuzianischen Beamten so einfach besiegen konnten. Die Beamten sahen nur, was für sie gut war und hatten keine Motivation, irgendetwas gegen die Taiping Bedrohung zu unternehmen. Weshalb sie auch nur bescheiden gegen die Taiping Sekte kämpften. Diese Einstellung ist vergleichbar mit dem Opiumproblem 1819.

Zusammenfassung

  • Die Taiping Revolution war der schwerste Massenaufstand, grösste Krieg des 19 Jahrhunderts und grösster Bürgerkrieg in der Geschichte der Menschheit.
  • Sie forderte über 20 Millionen Menschenleben.
  • Der Krieg dauerte 10 Jahre.
  • Es war ein christlicher Aufstand mit der Absicht die konfuzianischen Staats- und Gesellschaftsordnung zu stürzen.

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