Internet der Dinge

Was ist das Internet der Dinge?

Das Internet der Dinge versucht die virtuelle und die reale Welt zu vereinen. Grundlage dafür ist die RFID-Technologie (radio frequency identification). Unbelebte Objekte werden intelligent und können sich untereinander austauschen. Sie können nun Zustände erfassen und Aktionen ausführen.

Schon bald soll alles in unserem Leben miteinander vernetzt sein. Das Auto soll automatisch vor die Tür fahren, wenn die Haustüre merkt, dass man das Haus verlässt. Das Frühstücksei soll fertig sein, bevor man aus der Dusche kommt. Bis 2050, davon gehen die Experten aus, werden über 50 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein.

Eines der laufenden Projekte ist der sogenannte InBin - der intelligente Behälter:

Der erste wirklich intelligente Behälter kommuniziert mit Menschen und Maschinen, trifft eigenständig Entscheidungen, überwacht seine Umgebungsbedingungen und steuert Logistikprozesse. Damit wandelt sich der Ladungsträger zum »Mitdenker«.

Er ist in der Lage den gesamten Kommissioniervorgang zu leiten und zu kontrollieren. Alle Schritte - von der Artikelanzeige über die Bestätigung bis hin zur Fehlermeldung - erfolgen dabei direkt am Behälter. Er beginnt, selbst zu denken!

Eine weitere Entwiklung sind die zellularen Transportsysteme: Als ein Schwarm autonomer Fahrzeuge kann das MultiShuttle Move unabhängig in verschiedenen Lagergassen und Anlagenbereichen arbeiten, beziehungsweise diese verbinden. Die Fahrzeuge bewegen sich frei in der Halle und fahren praktisch überall: unter den Regalen, im Wareneingang oder im Warenausgang. Sie steuern ihre Ziele direkt an und sind nicht mehr einer starren Linienführung unterworfen. Mithilfe einer agentenbasierten Software arbeiten die Fahrzeuge selbsttätig mit dem Lift zusammen und koordinieren sich untereinander. Das Gesamtsystem ist damit in der Lage, seine Kapazitäten etwa an saisonale oder Tagesschwankungen aber auch an veränderte Auftrags-, Kunden- oder Artikelstrukturen anzupassen sowie Leistung zwischen dem Lager- und Transportprozess und den einzelnen Teilbereichen, wie den Regalgassen, beliebig zu verschieben.

Ein weiteres Beispiel soll das Potential für künftige Anwendungen deutlich machen. Die Einstellungen eines normalen Bürostuhls (Position und Federwirkung der Rückenstütze etc.) haben auf die Gesundheit deutlichen Einfluss. Derzeit wird die Anpassung des Stuhls an die Körpereigenschaften des Nutzers vom Nutzer selbst vorgenommen. Ein Experte, der die Einstellungen des Stuhls regelmäßig an den Nutzer wirklich gut anpassen könnte kostet leider zu viel. Wird der Stuhl zum Teilnehmer im Internet der Dinge, so ließen sich Sensortasten des Stuhls erfassen, vom Hersteller im Rahmen eines kostenarmen Services über das Netzwerk auswerten damit verbesserte Einstellungen am Stuhl vornehmen. (Die notwendige Betriebsenergie dafür kann aus dem Lastwechsel gewonnen werden.)

Das nächte Große "Ding", das im Internet der Dinge platz finden wird, ist das Auto.

Wenn Mercedes die Computer-Uhr Pebble sich mit seinen Autos verbinden lässt, ist das auf den ersten Blick eine kleine Sache. Doch gerade die Unterstützung der nur von wenigen genutzten Smartwatch zeigt, wie sehr das Auto bereits zu einem Teil der Internet-Welt geworden ist. Die Autoindustrie geht damit auf eine Reise, die sie gehörig verändern wird.In der Pebble-Integration bei Mercedes kann der Besitzer auf seiner Uhr unter anderem sehen, wie voll der Tank ist und ob die Türen verschlossen sind. Renault demonstrierte jüngst, wie man in kommenden Modellen über das Smartphone das Reiseziel eingeben und für die gewünschte Temperatur im Innenraum sorgen kann.

Beim Elektroauto-Bauer Tesla kann man das schon jetzt - und auch von jedem Ort der Welt das Sonnendach schließen oder den Ladestand der Batterien kontrollieren.

Auch die technische Universität Dortmund unterstützt und fördert die Projekte Des "Internet der Dinge".