Die Vermessung der Frau

ein Buch von Regula Stämpfli

Gute Gründe, dieses Buch nicht zu lesen

Warnung

  • Das Lesen dieses Buches kann Sie extrem verstören und irritieren. Wenn Sie bis heute gedacht haben, Sie würden die Welle des Lebens surfen, kann es sein, dass Sie sich geirrt haben. Hier nun ein Haufen guter Gründe, diese Buch nicht zu lesen.

1. Sie lieben Pink

Hätten die Luxemburgs ihrer Tochter rosa Kleidchen angezogen, wäre aus ihr nie Rosa, sondern Barbie geworden.

2. Sie hassen Regula Stämpfli

Keine Angst, Sie sind nicht allein. Die Autorin dieses Buches eckt ständig und überall an, da sie zuviel querdenkt. Also fühlen Sie sich in bester, denkfreier Gesellschaft und geniessen Sie die Tage gedankenverloren und ohne Hoffnung auf eine bessere Welt.

3. Feministinnen müssen unerotisch sein

Wie toll ist es doch, in einer Welt zu leben, in der Katie Price das Mass aller Dinge ist und in der Feministinnen in kratzigen, selbstgebatikten Wallegewändern ihre männerverachtenden Thesen verbreiten. Da stört es doch nur, wenn so eine Französin wie Laetitia Casta sich als Feministin outet und langbeinige Schweizerinnen liebgewonnene Feindbilder zum Wanken bringen wollen.

4. Menschenbilder sind nicht politisch

Entgegen gängiger Lehrmeinung verbreitet dieses Buch die These, dass die Politik unseren Blick auf die Menschen formt und verändert. Die Autorin versteigt sich zu der Annahme, dass in einem anderen Gesellschaftssystem auch ein anderes Bild von Frauen und Männern möglich sei. Dies widerspricht den derzeitigen Dogmen und ist medizinisch nicht anerkannt.

5. Stangen sind nicht nur für Feuerwehrmänner

Regula Stämpfli hebt im Kapitel: "Frauen von der Stange" hervor, dass diese ästhetische Darbietungsform weiblicher Geschmeidigkeit zu einer Pornografisierung des Alltags führt. Durch die extreme Überhöhung alles Sexuellen werde das Begehren und die Liebe auf reine Statistenplätze verwiesen. Völliger Blödsinn. "Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch das amerikanische Lap-Dancing als "echter" Sport für vierjährige Mädchen abgeboten wird. Damit entlarvt sich Stämpfli als total weltfremd, denn ein einziger Blick in die Nachtwelt von Bankok zeigt, dass die Mädchen dort mindestens schon acht Jahre alt sind bevor sie an die Stange dürfen.

6. Pulitzerpreis für Porno

Die Verkaufszahlen von "50 Shades of Grey" können nicht lügen. Endlich haben Millionen Leserinnen eine Erklärung dafür, warum sie sich ständig unterjochen und knechten lassen wollen. Ein so wichtiges und tolles Buch mit politischer Systemkritik lächerlich machen zu wollen, ist typisch für Regula Stämpfli. Anstatt sich endlich einmal wohlig bei ihrem Master zu bedanken, sollen sich die Frauen nun auch noch den letzten Rest Freude verderben lassen. Deshalb fordern wir den Pulitzerpreis für "50 Shades" und obendrein noch gleich den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

7. Schwere Gedanken machen dick

Stämpfli behauptet beispielsweise allen Ernstes, dass Models mit zahnstocherdünnen Schenkeln und Ärmchen nicht toll seien, sondern an einer besorgniserregenden, politisch induzierten Krankheit leiden. Unsinn. So schreibt etwa der Blogger P. aus St. Gallen: "Ich bin magersüchtig und klappere gerne mit meinen Knochen." Das ist die richtige Einstellung: Nicht nachdenken, sondern frohgemut dem Zeitgeist hinterherlaufen bis der BMI unter 15 ist!

Oder möchten Sie etwa so aussehen, wie das Plus-Size Model auf dem Bild?