"Finster war das Herz"

Mendels und Deborahs Glaube
10.06.15

Aufgabe 1

1 - 3: Deborah

4 - 8: Mendel

Aufgabe 2

Diskussion über Mendels und Deborahs Glauben:

Mendel: *glaubt an die Allmächtigkeit Gottes, man kann Gott nicht lenken
                *passiv gläubig, sehr auf die Tora bezogen
                *orthodox, stikt im Bezug auf die Lehren
                *fromm,gottesfürchtig

Deborah: *aktiv gläubig, pragmatisch
                  *sie ist der Auffassung, sie kann selbst etwas ändern (z.B. Rabbi, Ahnen)
                  *Gott ist sehr weit entfernt und sie hält sich daher an Zwischeninstanzen

Tafelanschrieb:
Mendel: unbedingtes Gottvertrauen (was immer Gott für uns vorsieht, wir müssen es
                erdulden)

Deborah: skeptisch/pragmatisch (Auffassung, man könne über Mittler wie Ahnen/Rabbi
                  Gottes Wille positiv beeiniflussen)
 

Aufgabe 3

a) 1, 2, 3, 6: Erzähler || 4, 5, 7, 8: direkt

Zwischenfrage: Was ist Katechismus?
Antwort: Darin sind die Glaubenslehren der Katholiken verankert

b) Zitat 3: Der Erzähler sagt, dass sie denkt, dass die Ahnen antworten und empfindet dies als tröstend. Das Wort "vermeinte" zeigt allerdings an, dass der Erzähler dort nicht mit Deborahs Annahmen übereinstimmt, sondern diese nur vermittelt.

Weiteres Beispiel: S.78: "Die Kraft, die zum Glauben gehlrte, brachte sie nicht mehr auf" -> bewertend, denn dies wirft Zweifel auf, wie z.B. die Frage "Was habe ich falsch gemacht?" => Es ist schwer an Gott zu glauben, wenn man großes Leid erfahren hat/erfährt - entweder man zweifelt an Gott oder man findet Trost im Glauben (daher braucht man Kraft, den Glauben aufrechtzuerhalten)

Zwischenfrage: Welche Glaubensrichtung wird vom Erzähler präferiert?
Antwort: Mendels, denn Deborah stirbt an ihrem Glaube und Mendel erlebt am Ende das Wunder und sein Glaube zahlt sich aus.

Aufgabe 4

1. Deborah sieht Mendels Nichts-tun als negativ an und kritisiert dies.

2. Mendel verurteilt Deborahs Glauben, denn für ihn braucht man keinen "Vermittler zum Herrn" und "wenn Gott ein Wunder tun will, wird er es dich nicht vorher wissen lassen! Man muss hoffen" (Zitate 7 & 8). Er kritisiert also, dass Deborah selber aktiv wird und etwas ändern möchte.

Mendels Glaube - Klausurtext S.110-111

Kapitel XIII - S.110, Z.33 bis S.112, Z.7 (Klausurtext)

Über Mendel Glaube erfährt man in diesem Auszug nur etwas von S.111, Z.26 - 30:

"Du hast es gut, Deborah. Der Herr hat Mitleid mit dir gehabt. Du bist eine Tote und begraben. Mit mir hat Er kein Mitleid. Denn ich bin ein Toter und lebe. Er ist der Herr, Er weiß, was er tut. Wenn du kannst, bete für mich, dass man mich auslösche aus dem Buch aus dem Buch der Lebendigen."

Zu dieser Zeit im Roman glaubt er zwar an Gott, ist diesem aber eher negativ eingestellt. So sagt er, dass Gott mit ihm kein "Mitleid" hat und es Deborah in ihrem toten Zustand besser hätte, als er unter den Lebenden. Man sieht, dass sich allerdings kein Zweifel an Gottes Existenz aufzeigt und auch, dass er seine Art zu Glauben nicht ändert. Er ist immer noch der Auffassung, dass Gott "weiß, was er tut" und somit überzeugt, dass sein Leiden Gottes allmächtiger Wille ist. Er sieht sein Leben zu dieser Zeit als Qual, mit der Gott ihn bewusst bestraft, sein Glaube ist allerdings von all diesen "Strafen" nicht beeinflusst, sondern er hält weiter daran fest.

Er bittet Deborah für ihn zu beten, was ein bisschen daran erinnert, dass sich Deborah z.B. an den Rabbi gewandt hat und ihm um Hilfe gebeten hat, da er ihr näher an Gott erschien. Deborah ist durch ihren Tod näher an Gott und Mendel bittet sie um Hilfe, sodass er vom Leben erlöst wird.

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