Der Opiumkrieg

Der Untergang des kaiserlichen Chinas

von Nadim Salloum

Was ist eigentlich Opium?

Bei Opium handelt es sich um eine Gewinnung des Milchsafts von Schlafmohn. Durch übermässigen Konsum der abhängig machenden Droge können extreme Abmagerung sowie Kreislaufstörungen häufig verbunden mit dem Tod folgen. In China wurde Opium anfangs als Medizin verwendet, aber später immer mehr als Droge missbraucht. Ein nicht zu unterschätzender Teil der Beamtenschaft verdienten mit am Opiumhandel in China. Gleichzeitig trieb das Opium aber auch durch einen grossen Schwarzmarkt die Wirtschaft in die Krise.

Ausgangslage und Ursache

Wir schreiben das Jahr 1838 - Der Opiumhandel ist in den letzten Jahren geboomt, jedoch seit 1800 illegal in China. Die East India Company jedoch wollte den Markt erweitern; was Ihnen schlussendlich auch gelang.  Am Handel beteiligt waren übrigens schon zu Beginn die Amerikaner.

Nachdem sich die Opium-Gegner durchsetzen konnten, begann unter Lin Zexu, einem vom Kaiser gesandten Beamten, eine grosse Anti-Opium Kampagne. Die Einfuhr wurde vorübergehend gestoppt.Zum Konflikt kam zwischen China und der East India Company kam es, als deren Opiumvorräte in Kanton vernichtet wurden.

Opiumexporte im 19. Jahrhundert
  • 1800 - 1810: ca. 4500 Kisten / Jahr
  • 1838/39: 400'000 Kisten nur von den Briten -  Wert: ca, 5.6 Mio. £
  • 1879: 5'000 Tonnen - Höhepunkt & doppelt so viel wie 1839

Der Krieg

1840 traff die Britische Flotte in China ein. Militärisch war der Westen China gegenüber stark überlegen. Nach Angriffen auf einige Küstenstädte Chinas war das Ende des Krieges war schnell in Sicht.

Der Opiumkrieg war ausserdem der erste Krieg, welcher durch dampfgetriebene Kriegsschiffe entschieden wurde.

Folgen

Vertrag von Nanking

Aus dem Krieg resultierte der Vertrag von Nanking, welcher 1842 zwischen den Briten und den Chinesen geschlossen wurde. Als Folge daraus wurde der Opiumhandel in China zwar nicht legalisiert, aber es war nun offensichtlich, dass die chinesische Regierung nichts mehr gegen den Opiumschmuggel unternehmen konnte. 1858 wurde das Verbot schliesslich aufgehoben. Der Handel wurde in fünf Küstenstädten Chinas geöffnet, darunter Shan-Hai. Ausserdem musste China unter anderem die Insel Hong Kong abtreten. Dieser Vertrag gilt als der erste der  sogenannten ungleichen Verträge.

  • 29. August 1842 - Vertragsabschluss
  • China konnte kaum mehr etwas gegen Opiumhandel einwenden
  • Hong Kong wurde an GB abgetreten
  • Zahlung von 21 Mio. Silberdollar an GB

Die Quelle M13 stellt einen Ausschnitt des Vertrages dar. so wird beispielsweise damit argumentiert, dass man Hong Kong als Hafenstadt brauche, da "es erforderlich und wünschenswert ist, dass den britischen Untertanen einen Hafen zur Verfügung steht, in dem sie ihre Schiffe auf Kiel legen können und, wenn notwendig, wieder instandsetzen können und zu diesem Zweck Lager unterhalten, ..." (Quelle M13, Z. 28 - 33) Dieser Abschnitt stellt meiner Ansicht nach besonders gut dar, wie ungleich dieser Vertrag wirklich war. China hingegen konnte sich mit einer wesentlich schwächeren Flotte nicht dagegen wehren.

Quellen

Dossier, Kapitel 4.2 - Der Opiumkrieg inkl. Quellen M8, M10 & M13

Bilder:

Kriegsszene

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