Vater und Sohn - Ein Thema untersuchen (15.04.15)

Textauszug S.42 Z.3 - 39: Gestaltung der Vaterfigur


Vor der Verwandlung:

- träge -> geht langsamen Schrittes, verlässt das Haus nur für Spaziergänge, hat immer seinen Schafrock an außer an Feiertagen (-> schwarzer Mantel)

- kraftlos -> hat einen Krückstock, sitzt immer in seinem Sessel

- zerzauste Haare

Nach der Verwandlung:

- aktiv -> aufmerksamer/frischer und verbissener Blick, ist der Ernährer der Familie

- stolz -> geht aufgerichtet, ist Selbstständig

- gekämmte Haare

- trägt immer seine Uniform

Ein erstarkter Vater oder nur Fassade? ( äußere Zwänge)

Interpretationen zum verbissenen Blick:

- er will sich "durchbeißen" und Gregor vertreiben

- es gefällt ihm nicht, dass er der Ernährer ist

- er ist nicht zufrieden mit seinem Beruf (Dienstbote -> untergeordneter Arbeiter -> unter seinem Niveau)

- er sieht sich als "Alphamännchen"

Interpretationen zur Uniform:

- der Job vereinnahmt ihn (zu viel Verantwortung und Druck)

- er ist stolz auf seinen Beruf

Thomas Anz und Anton Kuh zum Vater-Sohn-Konflikt in der Literatur

Thomas Anz: Jeglicher Vater-Sohn-Konflikt ist ein Standardthema der damaligen Zeit.

Anton Kuh: In der Familie sind alle wie Tiere. Freiheit erlangt man nur über den Kampf mit dem Vater. Es gelingt meistens aber nicht, zu gewinnen. -> Konflikte sind Notwendig

Auf "die Verwandlung" bezogen:

- Gregor ist der Ernährer/das Oberhaupt -> er kämpft

- er verwandelt sich -> hat den Kampf verloren

-> Vater ist das Oberhaupt

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