COFFEE

= schwarzes, psychotropes, koffeinhaltiges Heißgetränk

besteht aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, den Samen aus den Früchten der Kaffeepflanze und aus heißem Wasser

Röst- und Mahlgrad variieren je nach Zubereitungsart

Bohnenkaffee bezieht sich auf die Reinheit des Kaffees (bedeute nicht das er noch ungemahlen ist)

war anfangs sehr teuer, nur für reiche Leute --> Ersatz: Muckefuck (Malzkaffee), Stragelkaffee

Kaffeebohnen

Bohnen kommt vom arabischen "bunn" = Frucht des Kaffeestrauchs

aus Steinfrüchten verschiedener Pflanzen, aus 50 versch. Ländern weltweit

2 wichtige Pflanzenarten: Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea arabica (Robusta-Kaffee)  (werden bis zu 4m hoch, weiße Blüten, Bohnen wechseln Farbe von grün über gelb nach rot, erste Erträge ab 3-4 Jahren)

versch. Sorten/versch. Qualitätsstufen

Ursprungslegende

Nach einer Legende sollen einst Hirten aus dem im Südwesten des heutigen Äthiopien liegenden Königreichs Kaffa aufgefallen sein, dass ein Teil der Ziegenherde, der von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen hatte, bis in die Nacht hinein munter umhersprang, während die anderen Tiere müde waren. Die Hirten beklagten sich darüber bei Mönchen des nahe gelegenen Klosters. Als ein abessinischer Hirte (dessen Name oft mit Kaldi angegeben wird) selbst die Früchte des Strauchs probierte, stellte er auch bei sich eine belebende Wirkung fest.

Andere Quellen besagen, der Hirte habe die im rohen Zustand ungenießbaren Früchte angewidert ins Feuer gespuckt, woraufhin Düfte freigesetzt wurden; so entstand die Idee des Röstens.

Wortherkunft

arabisch: qahwa (bedeutet auch Wein)

türkisch: kahve -> italienisch: caffè -> franz.: cafè -> deutsch: Kaffee

Geschichte

Ursprungsgebiet: Kaffa (heutiges Äthiopien) - 9.Jh. -> von dort gelangte er im 14.Jh. nach Arabien (Handelszentrum: Mocha = Mokka)

1. Kaffeehaus in Istanbul -> Kaffeeverbot, Verfolgung der Kaffeetrinker, Besitzer tarnten Kaffeehäuser als Barbierläden

Endgültig anerkannt: ab 1839

1. Wiener Kaffeehaus: 1685,  von Armenier eröffnet, 20 Jahre lang als einziger Händler

Johann Wolfgang Goethe hatte Idee: Destillieren der Bohnen --> dadurch entdeckte ein Chemiker das Koffein

Arten und Sorten

Arabica-Kaffee: Weltmarktanteil ca. 60%, nur die Hälfte des Koffeins im Vergleich zu Robusta-Kaffee, sehr aromatisch

Robusta: ca. 36%, Widerstandsfähigkeit und kurze Reifungszeit

weitere: Excelsa, Stenophylla, Liberica, Maragogype

Anbau

Kaffeeanbaugebiete: r-robusta, a-arabica, m-gemischt (Ernte: 1-2 Mal im Jahr)

Röststufen

Von ungeröstet bis zur Italienischen Rötung (heller = eher säuerlich aber weniger bitter, dunkler= süß, aber bitter)

Die größten Kaffeeproduzenten

2012 wurden weltweit 8,83 Mio. t Rohkaffee geerntet

Brasilien - 3.037.534 t

Vietnam - 1.292.389

Indonesien - 657.200

Zusammensetzung des Kaffeepreises

44,9 % - Steuern, Zölle, Frachtkosten

23,7 % - Einzelhandel

17,8 % - Händler und Röster

08,5 % - Plantagenbesitzer

05,1 % - Löhne der Arbeiter

Kaffeekonsum

Größter Kaffeekonsum: Finnen (3,6 pro Tag pro Kopf), gefolgt von den Norwegen und den Schweden

70,9% Filterkaffee, 15,9% Kaffeebohnen, 7,7% Kaffeepads, 3,1% Löslicher Kaffee, 2,4% Kapseln

Zubereitung

variiert je nach Kultur, nationalen Gepflogenheiten oder persönlichem Geschmack

ganze Bohne wird meist in versch. Feinheitsgraden gemahlen, ganze Bohnen können auch gegessen werden oder für Kuchen/Pralinen

Flüssigzubereitung: mit heißem Wasser unterhalb des Siedepunktes (bei niedriger Temperatur schmeckt Kaffee oft dünn, alt, sauer, bei zu heißem Wasser werden die Bitterstoffe aus dem Kaffee gelöst)

Physiologische Wirkung

Eine Tasse mit 125 ml Filterkaffee enthält zirka 80–120 mg Koffein[52] und hat einen pH-Wert von 5, ist also leicht sauer

zunächst beruhigende Wirkung (ersten 15 min, man schläft dort am besten, diese Methode wird oft in Krankenhäusern verwendet, da es die Schlafqualität verbessert) -> dann psychoaktive Wirkung (Koffein tritt schneller ein, wenn man den Kaffee vor dem Verschlucken länger im Mund behaltet)

Depressionsrisikio wird vermindert

Konzentrationsfördernde Wirkung

vermehrte Ausschüttung von Dopamin, fördern Konzentrationsfähigkeit (aber bei steigender Konsumierung = gegenteiliger Effekt wie Konzentrationsstörung und Hyperaktivität)

am Besten: viele kleine Schlücke Kaffee über den Tag verteilt

Einfluss auf die Gesundheit

Negativ: erhöht den Insulinspiegel, Blutdruck, Blutzucker, entwässert den Körper, Herzrasen, Gedankenflucht, Unruhigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzustände, Kopfschmerzen, Erschöpfung, …

Positiv: kann Krebsrisiko, Lebererkrankungen, Parkinson, Alzheimer, verringern, ...

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