HISTOGRAMM

In der digitalen Bildverarbeitung versteht man unter einem Histogramm die statistische Häufigkeit der Grauwerte bzw. der Farbwerte in einem Bild.

Das Histogramm eines Bildes erlaubt eine Aussage über die vorkommenden Grau- bzw. Farbwerte und über Kontrastumfang und Helligkeit des Bildes.

Das Histogramm besteht aus einer vertikalen (Y) und einer horizontalen (X) Achse. Für die Belichtung ist die Lage auf der X-Achse relevant. Diese gibt Auskunft über Unter- oder Überbelichtung.

Das Histogramm von Fotos beschreibt links die schwarzen und dunklen Bildbereichen und informiert von links nach rechts über die helleren und weißen Bildanteile. Je weiter Teile des Histogramms rechts liegen, umso heller sind diese im Bild. Die Höhe informiert über die Häufigkeit der Pixel mit einem bestimmten Helligkeitswert. Je nach Lage des Histogramms ist es möglich, eine Über oder Unterbelichtung zu erkennen.

Beispiel 1 – Unterbelichtetes Foto:

Das Histogramm stößt links an und wird geradezu abgeschnitten. Ein solches Histogramm weist auf eine Unterbelichtung hin. Das Motiv zeigt einen Histogrammverlauf, der in links langsam abfallen würde. Die Tatsache, dass das Histogramm auf der linken Seite sehr hoch ist, weist darauf hin, dass große Bildbereiche unterbelichtet werden.

Beispiel 2 - richtig belichtetes Foto: Das Histogramm erstreckt sich über die gesamte Breite, stößt jedoch weder rechts noch links an. Auch ohne das Foto zu sehen, kann man bei einem solchen Histogramm in der Regel eine ausgewogene Belichtung erwarten.

Beispiel 3 – Überbelichtetes Foto: Das Histogramm stößt rechts an und wird geradezu abgeschnitten. Ein solches Histogramm weist auf eine Überbelichtung hin. Das Motiv zeigt einen Histogrammverlauf, der in rechts langsam abfallen würde. Die Tatsache, dass das Histogramm auf der rechten Seite sehr hoch ist, weist darauf hin, dass große Bildbereiche überbelichtet werden.

Das Histogramm steht bei Kameras mit einer Displayvorschau (alle Kompaktkameras und einigen neueren digitalen SLR-Kameras mit LifeView-Technik) häufig schon vor der Aufnahme zur Verfügung.

Das Histogramm kann jedoch in seltenen Ausnahmefällen irreführend sein. Die Kamera zeigt immer nur das von ihr ermittelte Histogramm. Dieses ist jedoch auf den Dynamikbereich der Kamera begrenzt.

Viele aktuelle Kameras bieten sowohl die Darstellung des Histogramms auf Basis der Graustufen als auch Histogramme für die einzelnen Farbkanäle (Rot, Grün, Blau). Meist bietet die Graustufen-Darstellung einen guten Überblick. Dominieren jedoch kritische Bilddetails einer Farbe, dann kann die Nutzung des Histogramms für den jeweiligen Farbkanal interessant sein.

Der Nachteil von Histogrammen ist, dass man die Tonwerte nur über das ganze Bild verteilt sieht. Man kann ohne Bild, die Tonwerte nicht für die einzelnen Kanäle zuordnen. Für einen einzelnen Bereich des Bildes muss man eine andere Wave-Form verwenden.

Verwendung findet das Histogramm in jeder digitalen Kamera/Spiegelreflexkamera, sowohl auch in jeder Filmkamera und in jedem Programm das wir kennen. (Lightroom, Photoshop, Premiere, After Effects, ....)