Der Erlkönig

eine Ballade von Johann Wolfgang von Goethe

Worum geht es?

„Der Erlkönig“ beschreibt den nächtlichen  Ritt eines Vaters mit seinem Kind. Das Kind sieht die Gestalt des Erlkönigs, von dem es sich bedroht fühlt. Der Vater versucht, seinen Sohn zu beruhigen und den Visionen des Kindes natürliche Erklärungen zu geben, wie Nebel, das Rascheln der Blätter oder den Schimmer der Weiden. Das Kind wird jedoch immer unruhiger; es fühlt sich immer mehr von den gespenstischen Gestalten bedroht.

Diese Gestalten, der Erlkönig und seine Töchter, werden aus der Sicht des Kindes dargestellt und scheinen ganz Wirklich  zu sein. Als der Sohn schließlich aufschreit und sich vom Erlkönig angegriffen fühlt, verliert auch der Vater die Fassung und versucht nur noch, so schnell es geht den heimatlichen Hof zu erreichen.

Dort erkennt er, dass das Kind tot ist.  

Was ist eine Ballde??

Eine Ballade ist in Gedichtform geschrieben und erzählt eine Handlung.

Sie hat Dialoge (wörtliche Reden), um die Handlung voranzutreiben (dramatisch). Der Begriff kommt vom italienischen „Ballata“ und bedeutet ursprünglich „Tanzlied“. Wir unterscheiden Kunstballaden und Volksballaden, deren Verfasser oftmals unbekannt sind. Eine spezielle Form ist der Bänkelsang: Schauspieler stellten sich auf eine Bank, damit sie vom sensationslustigen Publikum besser gesehen werden konnten, und trugen Geschichten über Liebe, Eifersucht und Mordtaten (Moritaten) vor.

Oft stellt die Ballade Übersinnliches dar: Naturgewalten, Geister, göttliche Gestalten. So im Erlkönig oder im Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe. Andere Balladen stellen historische Ereignisse in den Mittelpunkt. Heinrich Heine schildert in der Ballade Belsazar das Schicksal eines babylonischen Königs. In der so genannten Ideenballade werden Werte wie

Treue, Freundschaft u. ä. dargestellt. Friedrich Schiller zeigt in seiner Ballade „Die Bürgschaft“, dass Freundschaft stärker ist als der drohende Tod. (nach: www.lehrerservice.at)

Wer ist der Autor?

Eine moderne Variante der Ballade

nach: www.lehrerservice.at (Reinhold Embacher); Abb.: http://www.nndb.com, http://www.proprofs.com