Musikvideo

Konzept

Oscar Gustave Rejlander

“Vater der Kunstfotografie”

Oscar Rejlander war ein erfolgreicher Portraitfotograf im London der 1850er Jahre. Er begann als Maler, doch als er zum ersten Mal eine frühe Daguerrotypie entdeckte, gab er seinen Beruf als Maler auf, um Fotograf zu werden. Anfangs fotografierte er hauptsächlich Potraits. Später fand er heraus, was in der Fotografie technisch und thematisch möglich war und erweiterte sein Arbeitsfeld. Seine Spezialität wurde die „Tableau Vivan“- Fotos basierend auf Sorgfältig inszenierten, kostümierten und gestellten Szenen. Rejlander wird auch als Pionier der Manipulationstechniken wie die Kombination mehrerer Bilder in einem Print-, Doppelbelichtung, Fotomontage und Retusche bezeichnet.

1857 schuf er sein bekanntestes Werk, das allegorische Foto The Two Ways of Life, auf welches ich mich mit meiner Arbeit beziehen möchte. Es war eine Fotomontage aus 32 Bildern, die mit den damaligen technischen Möglichkeiten schwierig auszuführen war und deren Anfertigung etwa sechs Wochen dauerte. Es handelt sich um eine allegorische Darstellung der Jugend, die zwischen den biederen Belohnungen des tugendhaften Lebens und den offensichtlichen Versuchungen des lustbetonten Preisgebens, hin und her gerissen ist.

Technik

Für mein Video möchte ich mich jedoch eher auf seine Technik beziehen, umgemünzt auf moderne Filmtechniken. In seinen Bildern hat Rejlander Personen von verschiedenen Fotos auf ein Foto montiert.

In meinem Video sollen sich zwei verschiedene Personen (ein schwarzbemalter Mann, eine weißbemalte Frau)mehrmals gegenüberstehen.

Es soll so wirken, als stünden die beiden Personen in einem langen, schwarz-weiß-karierten Raum (den Raum werde ich in Miniaturformat nachbauen oder durch 3D-Animation erzeugen).

Die Personen sollen durch verschiedene Outfits und Haltungen abstrakte Schachfiguren darstellen. (somit stehen sich im fertigen Video jeweils schwarzer König und weißer König, schwarzer Turm und weißer Turm, usw. gegenüber)

Die Personen sollen mit Hilfe von After Effects im dem Raum zusammengefügt werden und die Aufnahme soll wirken, wie eine lange Kamerafahrt, die den Betrachter rückwärts durch den Raum leitet, wodurch sich der Ausschnitt des Raumes vergrößert und immer mehr Personen im Bildfeld erscheinen.

Videobeispiel für die Kamerafahrt:

Musik

Boards of Canada

"Everything is a Baloon" ca. ab 1,34 Minuten

Ich habe Diese Musik für mein Projekt gewählt, da ich ein niedriges Tempo benötige, was für diese Band kennzeichnend ist. Hinzukommen Hip-Hop- inspirierte Rhythmen und verspielte Melodien. Auch maßgeblich für mein Musikvideo ist die leicht psychedelische Qualität der Musik, die die Surrealität unterstützen soll. Außerdem wird sie oft mit Kindheitserinnerungen und Nostalgie assoziiert. Wesentlich dafür ist neben den Melodien auch der kreative Einsatz von Samples, vor allem aus Film und Fernsehen. Die gesampleten Passagen sind oft kaum wahrnehmbar und teilweise verfremdet (z. B. rückwärts abgespielt) im Hintergrund der Songs eingebunden und erzeugen so eine organische Atmosphäre, manchmal auch eine Art diffuse Beklemmung.

Boards of Canada ist ein in der aktuellen Besetzung seit 1986 bestehendes schottisches Musiker-Duo aus Edinburgh. Es wird von den beiden Brüdern Mike Sandison (* 1970) und Marcus Eoin (* 1971) gebildet. Ihre Werke, die der Musikrichtung Electronica zuzuordnen sind, veröffentlichen beide auch unter den Pseudonymen BOC (kurz für Boards of Canada) und Hell Interface.

Die Zusammenarbeit der Brüder entsprang der gemeinsamen Vorliebe für Filme, Serien und Dokumentationen. In den 70er und 80er Jahren haben beide mit der Vertonung selbst produzierter Kurzfilme ihre ersten musikalischen Schritte gemacht. Die eigenen Filme wurden immer länger und es folgten größere Fotodokumentationen, bei denen Boards of Canada stets die Musik beisteuerten. Ab den späten 80er Jahren bildete sich eine Musiker-Gemeinschaft mit oft wechselnder Besetzung heraus. Der Kern der Gruppe bestand jedoch stets aus Marcus Eoin (Schlagzeug) und Mike Sandison (Bass).

Der Bandname leitet sich von „National Film Board of Canada“ ab, der Staatlichen Filmbehörde zur Förderung der kulturellen und gesellschaftlichen Darstellung Kanadas, deren Naturdokumentationen einen wesentlichen Einfluss auf das Schaffen der beiden hatten.

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