Cinderella

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Aschenputtel

Aschenputtel ist eine im europäischen Kulturraum weit verbreitete Märchenfigur, die im deutschsprachigen Raum vor allem durch die Märchensammlung der Brüder Grimm in Erinnerung geblieben ist.

Das Märchen gehört zu Märchentyp 510a nach Aarne und Thompson. Es steht in den Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 21 (KHM 21) und geht durch mündliche Weitergabe auf Charles Perraults Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre (Aschenputtel oder der kleine Glasschuh) von 1697 zurück.

Ludwig Bechstein übernahm es in sein Deutsches Märchenbuch als Aschenbrödel. Perraults Fassung mit den in Apfelschimmel verwandelten Mäusen und dem Kürbis, der mit Hilfe der Fee zur Kutsche wird, prägte maßgeblich Walt Disneys Zeichentrickfilm Cinderella von 1950.

Kurze Zusammenfassung von "Aschenputtel"

Ein junges Mädchen, die Tochter eines Kaufmanns, lebt nach dem Tod ihrer Mutter einige Zeit allein mit dem Vater, bis der Vater eine andere Frau heiratet, die zwei weitere Mädchen mit in die Ehe bringt. Die Stiefmutter und die Stiefschwestern schikanieren die Tochter des Kaufmanns unaufhörlich. Sie muss in der Asche neben dem Küchenherd schlafen und wurde von da an Aschenputtel genannt. Von einer Reise bringt der Vater dem Aschenputtel ein Haselreis mit. Das Haselreis pflanzt Aschenputtel auf das Grab der verstorbenen Mutter. Das Haselreis wächst zu einem großen Strauch heran, auf dem oft ein weißer Vogel sitzt. Der Vogel kann Aschenputtel Wünsche erfüllen. Als der König ein Fest gibt, bekommt Aschenputtel von dem Vogel ein wunderschönes Kleid und feine Schuhe. So geht Aschenputtel zum Fest, wo sich der Prinz in das unbekannte Mädchen verliebt. Aschenputtel verliert nach der dritten Begegnung mit Prinzen einen Schuh. So macht sich der Prinz auf die Suche nach Aschenputtel, die er schließlich mit Hilfe einer Taube findet. Der Prinz heiratet Aschenputtel.

Inhaltsangabe nach den Brüdern Grimm

Die junge Tochter eines reichen Kaufmannes wächst wohlbehütet auf, bis etwa ein halbes Jahr nach dem Tod ihrer Mutter ihr Vater eine Witwe heiratet, die zwei Töchter mit ins Haus bringt. Stiefmutter und Stiefschwestern machen dem Mädchen auf alle erdenkliche Weise das Leben schwer. Weil es nicht nur gröbste Schmutzarbeit leisten, sondern fortan auch in der Asche neben dem Herd schlafen muss, wird das Mädchen Aschenputtel genannt.

Als der Vater einmal zu einer fernen Messe reisen will, fragt er die drei Mädchen, was er ihnen mitbringen soll. Während die Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine verlangen, wünscht sich Aschenputtel nur einen kleinen Zweig Haselreis, der dem Vater auf der Rückreise an den Hut stößt. Diesen Haselreis pflanzt Aschenputtel auf das Grab der Mutter, und er wächst zu einem Strauch (im Märchen: schöner Baum), dem Aschenputtel ihr Leid klagen kann. Wenn Aschenputtel dort weint und betet, erscheint auf dem Bäumchen ein weißer Vogel, der ihr manchen Wunsch erfüllt.

Der König lässt bald darauf auf seinem Schloss ein dreitägiges Fest ausrichten, zu dem alle Jungfrauen des Landes eingeladen werden, damit sein Sohn eine Gemahlin wählen kann. Die Stiefmutter und die eitlen Stiefschwestern wollen nicht, dass Aschenputtel auch an dem Fest teilnimmt, obwohl sie darum bittet. Die Stiefmutter gibt ihr stattdessen auf, Linsen aus der Asche zu lesen (auszusortieren). Dies gelingt Aschenputtel mit Hilfe der von ihr herbeigerufenen Tauben: „… die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“

Trotz des Lösens der gestellten Aufgabe verweigert ihr die Stiefmutter weiterhin die Teilnahme am Ball mit der Begründung, dass Aschenputtel keine geeigneten Kleider habe, und zieht mit ihren leiblichen Töchtern los. Nun eilt Aschenputtel zum Grab der Mutter. Wieder ist es der weiße Vogel, der Aschenputtel ein prächtiges Kleid und mit Seide und Silber bestickte Pantoffeln hinunterwirft.

Aschenputtel legt diese Kleidung an, läuft zum Fest und mischt sich unerkannt unter die Gäste. Der Königssohn verliebt sich in das Mädchen und möchte wissen, wer diese schöne Unbekannte ist – doch zweimal gelingt es Aschenputtel, ihm zu entkommen. Beim dritten Mal verliert sie einen ihrer goldenen Pantoffeln auf der diesmal mit Pech bestrichenen Schlosstreppe, und der Verliebte lässt nach der Jungfrau suchen, der dieser Pantoffel passt, damit er sie als Braut heimführen könne. Er fragt auch Aschenputtels Vater, der jedoch seine eigene Tochter nicht wiedererkannte, obwohl er sich nach jenem Tanzabend fragte, ob es wohl Aschenputtel gewesen sein könnte.

Der Königssohn forscht auch im Haus des Vaters nach. Die beiden Stiefschwestern versuchen vergebens, den zierlichen Schuh über ihre Füße zu ziehen. Auf den Rat der Mutter hin schneidet sich die erste den großen Zeh ab und die zweite die Ferse. Beim Vorbeiritt am Grab wird der Betrug jedoch beide Male durch zwei Tauben vom Haselbäumchen aufgedeckt: „Rucke di guck, rucke di guck, Blut ist im Schuck (Schuh)! Der Schuch ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.“

Aschenputtel, der als Einzige der Schuh passt, wird schließlich als wahre Braut erkannt.

Im Vergleich zur Urfassung von 1812, die mit dem Erkennen der richtigen Braut endet, erweitern die Brüder Grimm in der Fassung von 1819 das Märchen um Aschenputtels Hochzeit mit dem Prinzen. Dabei erhalten die Stiefschwestern, die Aschenputtel unaufgefordert zur Kirche begleiten, ihre gerechte Strafe, indem ihnen zwei Tauben die Augen auspicken. Über das Schicksal der bösen Stiefmutter wird in keiner Fassung des Märchens berichtet, auch nicht in der Sammlung von Ludwig Bechstein, wo das Märchen in verkürzter Form ohne gravierende Abweichungen zur Fassung der Brüder Grimm wiedergegeben wird.

Ursprung und Fortentwicklung des Märchens

Wie auch andere Märchen hat Aschenputtel als Archetypus eine lange Geschichte hinter sich. So finden sich die ersten Spuren bei den alten Griechen und Römern (Rhodopis) im Kaiserreich China des 9. Jahrhunderts (Youyang zazu); in Persien v. a. Ende des 12. Jahrhunderts in den von Nezāmi verfassten Sieben Schönheiten, auch genannt Die sieben Prinzessinnen, finden sich Vorformulierungen des Aschenbrödel-Motivs. Auch bei den nordamerikanischen Ureinwohnern gibt es dieses Märchenmotiv. Nach Ulf Diederichs gibt es nicht weniger als 400 zirkulierende Varianten des Märchens.

Die Wirkung und Weitererzählung des Märchenmotivs von Aschenbrödel ist literarisch vielschichtig. Insbesondere in der Literatur der deutschen, englischen, russischen und französischen Romantik und in der Literatur des international Stilgeschichte bestimmenden Symbolismus finden sich zu Aschenputtel – wie zu vielen Märchenmotiven – interessante Kombinationen und Anklänge. Insbesondere sind hier Puschkin, Novalis, Tieck, Brentano, Eichendorff, E. T. A. Hoffmann, Hans Christian Andersen, Tennyson, Wilde, Mallarmé, Maeterlinck und Hofmannsthal zu nennen. Explizit wird das Thema von Aschenbrödel z. B. bei Christian Dietrich Grabbe in dem von ihm 1835 veröffentlichten Aschenbrödel, weiter bei Robert Walser in seinem 1901 in Die Insel veröffentlichten Dramolett Aschenbrödel verwendet. Der russische Dichter Jewgeni Lwowitsch Schwarz schrieb in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Märchenstück mit dem Titel Aschenbrödel.

Die zentralen Bilder des Märchens sind die Tauben, die Schuhe und in den meisten Varianten auch die Haselnüsse oder der Haselnussbaum. Die Tauben sind seit der griechischen Antike die traditionellen Begleiterinnen Aphrodites. Das Bild der Nuss bzw. der geknackten Nuss gilt als Metapher vollendeter Erkenntnis – diese Bedeutung von dem Bild der Haselnuss wird in der holländischen Stilllebenmalerei mit diesem Erkenntnissinn verbunden.

Reduziert und banalisiert man das Grundmotiv des Märchens auf eine im Leben unglücklich gestellte Heldin, die auf die Liebe eines Prinzen hofft, in Kombination mit einer Moral, dass das Gute immer belohnt wird, so gibt es auch Weiterführungen von Aschenbrödel in der Trivialliteratur.

Wilhelm Salber sieht Übererregbarkeit mit Benachteiligungsgefühl und Häßlichkeits-Ideen, dabei der insgeheimen Hoffnung, das Leben werde alles verrechnen und irgendwann eigentlich beginnen. Die Aufteilung der Polaritäten von Über-Friedlichkeit und Feindschaft auf Kontrahenten soll die Unruhe ordnen, die doch immer wieder Neubeginn entfacht.

Schloss, Holzhütte, graues Kleid, blaues Kleid, Zweig -> Baum (Haselnuss-Baum), Spatzen, schöner weißer Vogel (Taube), Grab, Körner/Haselnüsse, Glas-Schuh, Blut, Glitzer-Pulver, Stiege, Gelb (Farbe von Neid), Tuch (eine Seite blau, eine Seite grau- verlaufend), Berg, Kürbis-Kutsche, Striefmutter, Stiefschwestern, Mäuse (2), Feuerwerk, Asche, Brücken, (Eheringe), Kröne (Prinzen), Hexe-> Zauber-Staub/Glitzer, Uhrturm (weil sie da sieht, dass sie heim muss)

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