Fotografen-Musikvideo

Ausgewählter Fotograf: John Baldessari

„Warum ist etwas Kunst und etwas anderes keine Kunst?“ Mit dieser Frage hat John Baldessari (geb. 1931), einer der bedeutendsten amerikanischen Künstler der Gegenwart, seinen konzeptuellen Ansatz umrissen. Sein Werk, das Fotografie mit Malerei und Kunstgeschichte mit Alltagskultur kombiniert, ist eine Studie über die Unmöglichkeit, zu totaler Wahrheit oder vollständigem Wissen zu gelangen.
In seinen frühen Videoarbeiten und Collagen konzentrierte sich John Baldessari – wie viele KonzeptkünstlerInnen Mitte der 1960er – auf die Dekonstruktion der modernistischen Idee einer autonomen Kunst. Rasch entwickelte er seinen unverkennbaren Stil, der sich durch das Überlappen mehrerer Textschichten und Fotografien sowie deren Reproduktion auf weißen Leinwänden auszeichnete. Eine der Hauptaufgaben seiner frühen Arbeiten war die Etablierung der Fotografie als unabhängiges Medium.
Dies entwickelte sich sehr bald zum Versuch, die Welt der Medien mit etwas zu konfrontieren und zu irritieren, was der Künstler „die reale Welt“ nannte. Mitte der 1970er begann Baldessari Techniken wie Cropping und Montage anzuwenden. Einerseits analysierte er Pressefotos und Standbilder aus nostalgischen Hollywood B-Movies aus den 1940er- und 1950er Jahren auf inhärente Mehrdeutigkeiten, andererseits forschte er nach „Erinnerungen der Seele“.
Sein gesamtes Schaffen scheint vom unausgesetzten Bestreben geprägt zu sein, ein Territorium des Dazwischen zu kartieren: Auf der formalen Ebene ist es ein Hybride aus Fotografie und Malerei, auf der narrativen Ebene die differenzierte und humorvolle Erforschung eines fast schon barocken Gebäudes aus kunstgeschichtlichen Bezügen in Verbindung mit den Konventionen des Alltags und Found Footage aus allen verfügbaren Quellen des kollektiven Bewusstseins.

Ausgewählte Musik: Moderat - Les Grandes Marches

Vorgehensweise

Für dieses Projekt möchte ich die eben vorgestellten Szenen so gut wie möglich filmisch nachbauen und in der Postproduktion anpassen, sodass der unverkennbare Stil von John Baldessari gut zum Vorschein kommt.
Zuerst möchte ich im Studio ein paar ausgewählte Szenen so gut wie auf den Originalbildern nachstellen. Jedoch sollen sich die abgebildeten Personen nicht bewegen, es soll eine kleine Kamerafahrt von links nach rechts mit einem großen Radius erfolgen, durch den ein räumlicher Eindruck entsehen soll. Die Szenen sollen in Farbe und mit normalen Filmlicht entstehen, mit schwarzem Hintergrund und eventuell mit ein paar Utensilien wie Tischen, Sesseln, Obst, etc. Die Models sollen dunkle Kleidung tragen, damit die Restflächen, die im Bild farbig bleiben, einen Pop-Up mäßigen Stil hervorbringen. Damit ich mir im Nachhinein leichter tue, die Farbflächen anzufertigen, werden die Personen mit grünem Stoff überzogene Masken tragen. Für die farbigen Arme bzw. Beine werden die Personen einen Morphsuit in grün tragen, damit das Herauskeyen in After Effects besser funktioniert.

Dann soll in den Szenen der von Baldessari erschaffene Bildcharakter via Adobe After Effects vermittelt werden. Es werden einfach die grünen Bereiche der Aufnahme herausgekeyt und dahinter die Farbigen Flächen platziert. Danach erfolgt eine Color Correction, und das Video ist fertig!

Screenshots aus dem Fertigen Video

Fertiges Video

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