ALICE

im Wunderland

"Auf der Reise durch das wundersame Land trifft das Mädchen Alice auf die Wunder: unbekannte, ungewöhnliche, unvorhersehbare Erscheinungen. Wenn sie diese "nicht vorhandenen" Dinge erlebt, muss Alice das, was sie vorher für unzweifelhaft und offensichtlich hielt, neu überdenken und wieder entdecken."

Alice begibt sich mit Hilfe eines Vermittlers, dem weissen Kaninchen, in ein Loch und fällt in das fantastische Wunderland. Dort sind alle Regeln des Alltags aufgehoben, nichts ist mehr wie es scheint und sonderbare Kreaturen bevölkern diese Gegenwelt. Es entsteht kein Riss in der gewohnten Umgebung, sondern es öffnet sich eine Parallelwelt. Das Wunderland zeigt sich mit seinen Figuren zwar als Märchenwelt, doch handelt es sich um eine oft spiegelverkehrte Gegenwelt, deren Feindlichkeit gegenüber der Außenseiterin Alice, deutlich im Mittelpunkt steht."

Unsere Interpretation in die Geschichte ist, dass Carroll mit seinem Buch die Sicht der Menschen und insbesondere der Kinder ändern wollte. Er will ihnen das Unmögliche möglich erscheinen lassen und sie zum Nachdenken und Hinterfragen anregen. Vorschriften werden zwar erwähnt aber trotzig missachtet und doch all dieser "Verstoße" die Alice im wahren Leben gemacht hätte, passiert ihr im Wunderland nichts. Auch wenn sie nicht zu den anderen Wesen dazugehört ist sie trotzdem ein Teil der "unmöglichen" Welt in der alles möglich erscheint...

Wie alles anfing..

Der Brite Lewis Carroll ( eigentlich Charles Lutwidge Dodgson, 1832- 1898) war ein vielseitiger Mann: Er war Autor, Diakon, Mathematiker und bekannter Fotograf. Seine Bilder zeigten meist nackte Mädchen, was für das viktorianische Zeitalter nicht unüblich war, jedoch ging seine Liebe zu den kleinen Geschöpfen etwas weiter. Sein Lieblingsmotiv war die Tochter von Dekan George Liddel, Alice Liddel. Der damals 30 Jährige Carroll soll in die 11 Jährige Alice verliebt gewesen sein und ihr sogar einen Antrag gemacht haben. Jedoch soll das Mädchen ihm nicht als Vorbild für seine Romanfigur gedient haben sondern nur für den Namen der Hauptprotagonistin verantwortlich sein. Er erzählte ihr wunderbare Geschichten (angeblich unter Drogenkonsum) und Alice Liddel bat ihn, sie aufzuschreiben, so entstand auch der weltberühmte Klassiker.

Das Originalbuch


Psychologische Backgroundinfos

Bei unserer Reise mit Alice sehen wir uns in einer Welt, die aus unterschiedlichen Ebenen zusammengesetzt ist. Alles darin ist gleichzeitig gewohnt und ungewohnt. Es basiert auf wissenschaftlichen Prinzipien, aber nicht denen, die wir kennen. Unser herkömmliches Wissen lässt sich nicht mehr anwenden: Allgemein akzeptierte Begriffe und Vorstellungen erweitern sich immer mehr und mehr, und das wirkt auf uns wie ein Wunder.

Das "Wunderland" ist eigentlich ein Laboratorium, wo das vorhandene Wissen der Prüfung unterzogen wird, ob es wirklich zweifelsfrei gültig ist.

Es ist durchaus möglich, dass Lewis Carroll mit Alice im Wunderland und später Alice hinter den Spiegeln seine jungen Leser in einer Sprache, die sie verstehen konnten, mit der Welt des aktuellen Wissens seiner Zeit bekannt machen wollte.

Das wichtigste bei Alice im Wunderland ist das Paradoxprinzip ( ein Paradox ist eine Aussage, die scheinbar oder tatsächlich einen unauflösbaren Widerspruch enthält).

Verfilmung

Es gibt einige Verfilmungen des Kinderbuchklassikers. Der erste Versuch das Buch zu verfilmen erschien im Jahr 1903  einige Jahre nach der Veröffentlichung des Buches 1865.

Der große Durchbruch mit einem Alice im Wunderland- Film gelang aber erst den Disneystudios 1951. Der Animationsfilm zählt zu den Meisterwerken Disneys.  

Seit 1933 hatte Walt Disney vor, Lewis Carrolls 1865 erschienenes Buch "Alice im Wunderland" zu verfilmen. Zunächst wollte er daraus einen Realfilm machen. Jedoch gab man dann dem Hollywood-Künstler David Hall den Auftrag, einige Entwürfe für einen reinen Animationsfilm zu machen. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg begannen die eigentlichen Arbeiten an den Entwürfen erst Ende der 40er Jahre. Eines der größten Probleme Walt Disneys war, dass der Film sich auf einen beliebten Klassiker stützte, und Dinge, die im Buch bezaubernd und etwas verschroben sind, auf der Leinwand völlig deplatziert wirkten. Später sagte Walt Disney, er habe befürchtet, dass "Alice" kein "Herz" habe. Nachdem der Film im 16-mm-Format für Schulen zur Verfügung stand, wurde er von der Hippie-Generation neu entdeckt und lief 1974 und 1981 wieder in den Kinos. 1981 und 1986 wurde er als Videokassette herausgegeben und jüngere Generationen können ihn inzwischen auf DVD sehen. Die Filmpremiere von "Alice im Wunderland" fand in England statt, zwei Tage später kam der Film in den USA in die Kinos. Der für einen Oscar nominierte Original-Soundtrack enthält die Lieder "All in a Golden Afternoon" und "I'm Late" von Bob Hilliard und Sammy Fain sowie "The Unbirthday Song" von Mack David, Al Hoffman und Jerry Livingston

Szenen aus dem Film

Alice im Tugley Wood auf der Suche nach dem weißen Kaninchen.

Die Grinsekatze oder auch Cheshirecat genannt.

Der Märzhase und der verrückte Hutmacher, auch "mad hatter" genannt, wie sie gerade einen ihrer Nichtgeburtstage mit einer Teaparty feiern.

Die Herzsoldaten der Herzkönigin in ihrem Garten.

Neueste bekannte Verfilmung

Die Neuverfilmung von Disney unter der Regie von Tim Burton erschien 2010, unteranderem mit Stars wie Johnny Depp und Anne Hathaway. Er basiert zwar auf der Buchvorlage, spielt jedoch dreizehn Jahre später, als Alice schon ausgewachsen ist und sich nicht mehr an das Wunderland erinnert. Der Film ist actionreicher und dramartischer als seine Vorgänger und ist in 3D erhältlich.

Skulpturenidee

das haben wir am 2.4. und  9.4.2014 gemacht

Heute am 23.04. waren wir sehr produktiv. Alles am Bild haben wir heute gemacht. Es fehlt uns nur noch der Hutmacher.

30.04. Es steht schon fast alles! Die Grinsekatze, den Hasen, die Tür und die kleinen Dinge werden wir nächstes Mal mit Nylonfäden schweben lassen.

Heute haben wir die ganzen Fäden angebracht.

Dadaaaaaaaaaaaaaaaa!

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