musicvideo

concept | moodboard | idea

Aufgabe ist es einen Teaser für ein Musikvideo zu produzieren, der sich auf einen Stil eines bekannten Fotografen bezieht. Musik und Fotograf wird dabei selbst ausgewählt, Konzept und Inhalt entsteht frei nach meinen Gedanken.

Musik

Alt-J ist eine relativ junge, britische Alternative-Pop-Indie Band die 2007 von Gwil Sainsbury, Joe Newman, Gus Unger-Hamilton und Thom Green an der Leeds University, wo sie englische Literatur studierten, gegründet. Im zweiten Studienjahr spielte Joe Gwil einige selbst geschriebene Songs vor, die sie dann auch unter dem Namen Daljit Dhaliwal in den Schlafräumen der Universität aufnahmen. Später, als Thom und Gus zur Band stießen, traten sie hauptsächlich in Leeds als The Films auf. Da es mit diesem Namen oft zu Verwechslungen mit der amerikanischen Indie-Rock-Band The Films kam, nahmen sie ihren aktuellen Bandnamen Alt-J an.


Der Bandname ist auf eine Tastenkombination auf englischen Mac-Tastaturen zurückzuführen, mit der das Delta-Zeichen Δ erstellt wird. Delta wird in der Mathematik bei Gleichungen als Symbol für Veränderungen verwendet, welches für die Band eine tiefere Bedeutung hat. Als sie sich für den Namen Alt-J entschieden, befand sich die Band an einem Wendepunkt in ihrem Leben der viel Veränderung mit sich brachte, wie Gwil Sainsbury sagte.

Alt-J – Buffalo http://www.youtube.com/watch?v=kOeKt2pSOTc

Der Song spielt einerseits auf den bekannten englischen Homonym-Satz „Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo.“ an, andererseits gilt er als Tribute an ihrem Drummer Thom Green.


Thibaut Duverneix

http://vimeo.com/29810199


Thibaut Duverneix ist ein französischer Film and Interactive Director bei Departement, der seine Erfahrungen im Musik-, Fotografie-, Animations- und Programmierbereich in seiner Arbeit zusammenfließen lässt. Auf perfektionistische Weise schafft er somit die unterschiedlichsten Werbungen, Installationen sowie Kurzfilme. Ich möchte mich technisch sowie bildsprachlich auf eine seiner Arbeiten konzentrieren, „032 The Canadian Affaire“ genannt.

Helen van Meene

Die 1972 in Alkmaar, Niederlande, geborene Fotografin studierte zuerst in Amsterdam Fotografie, danach besuchte sie das College of Art in Edinburgh. Aktuell ist ihr fester Wohnsitz in Heiloo, jedoch bereist sie durch ihre Arbeit die ganze Welt.
Zu fotografieren begann sie schon im jungen Alter, als sie zu Weihnachten eine Plastikkamera geschenkt bekommen hatte. Bekannt wurde sie durch ihre Fotografien von Jugendlichen, die sich in einer oft schmerzvoll erlebten Zeit der verändernden Körper befinden, zwischen Kindheit und Erwachsensein und hin und her gerissen zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit sowie Sehnsucht nach Freiheit. Ihre Bildsprache beschreibt eine stille, kraftvolle Schönheit, unterstrichen durch die besondere Farbgebung des Fujicolor Portrait NPH 400, fotografiert ausschließlich mit vorhandenem Licht.

Konzept/ Technik/ Idee

Das Video soll aus einer einzigen Kamerafahrt bestehen, die mit 50fps gefilmt und im Nachhinein auf 25fps verlangsamt wird. Das Intro soll ein Mädchen hinter einem Fenster mit leerem Blick in die Ferne zeigen, gefilmt von schräg außen. Danach folgt eine Fahrt durch die Mauer, und man sieht die Szene von innen und geht an ihr vorbei ins Schlafzimmer, wo die Sonne durch die Reflexion am Boden das Zimmer erhellt. Auf dem altmodisch braun gemusterten Teppichboden sitzt ein Mädchen, das in längst vergangenen Erinnerungen schwelgt, um ihr liegen Fotos und Briefe, einen hält sie weinend in der Hand. Von der Szene wird der Betrachter über die mit wenigen Bildern behängte rechte Wand wieder zurück in die kleine Küche geführt, vorbei an dem Mädchen am Fenster, zu einer mit Lockenwicklern und Jogginghose bekleideten Frau, die rauchend am Küchentisch sitzt und unglücklich aus dem Fenster starrt. Von dort wird die Kamerafahrt durch die weiß lackierte Tür in den Flur fortgesetzt, durch den leer geräumten Vorraum, in dem sich nur ein Besen und ein zerbrochenes Teller befinden, und führt die Holzstiegen links ins ungewisse Dunkle hinauf, wo mein Teaser endet. In der Post-Production wird, um dem ganzen noch den letzten Helen van Meene- Schliff zu geben, eine verruchte, mattfarbige Atmosphäre wie auf ihren Bildern erschaffen.

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